Dramaturgies in the Afterlife of Violence
Event

Artist Talk mit der Compagnie La Fleur: „Konami – der Fußballtanz“ und andere Projekte

22. April 2024
Institute for Theater Studies, RUB

Event announcement (in German):

Montag, 22. April, 18-20 Uhr, BlueSquare, 2. Stock

Gespräch und Diskussion in Deutsch, Englisch und Französisch (direkte Übersetzung vor Ort)

Die Performancegruppe La Fleur wurde von der Regisseurin Monika Gintersdorfer und dem Choreografen Franck E. Yao gegründet. Sie bringt Performer*innen aus unterschiedlichen Kontexten und Generationen in Form eines transnationalen Ensemble zusammen. Beim Artist Talk am Bochumer Institut stellt die Gruppe ihre Arbeit vor und fokussiert dann ihr jüngstes Projekt: „Konami – der Fußballtanz“, das kurz darauf am 26.-28. April 2024 im FFT Düsseldorf zu sehen sein wird. Bereits am Freitag, den 19. April, veranstaltet die Gruppe ein öffentliches Showing auf dem Lessingplatz Düsseldorf.

Konami ist ein Straßen-Tanz, der sich in der Elfenbeinküste einer großen Popularität erfreut und für die einzigartige Verknüpfung von Fußball und dem Tanzstil Coupé Décalé steht. Für ihr Stück „Konami – der Fußballtanz“ hat La Fleur sich nicht nur mit diesem besonderen Tanz auseinandergesetzt, sondern auch mit den Verstrickungen von Macht, Geld und Korruption, von denen der Profi-Fußball mittlerweile nicht mehr zu trennen ist. La Fleur erzählen die Geschichte des kulturellen Transfers und der Migration zwischen Afrika und Europa und bringen sie aus unterschiedlichen Perspektiven auf die Bühne.

Die Mitglieder von La Fleur kommen aus den Bereichen urbaner Tanz, Schauspiel, Fashion, bildende Kunst und Popmusik, prägende Mitglieder sind u.a. die urbanen Tänzer*innen und Showbizzstars Annick Choco, Alaingo, Mishaa und Ordinateur, die Performerin und Choreografin Elisabeth Bakambamba Tambwe, die Tänzer*innen Alex Cephus, Dalel Bacre, Arturo Lugo,Carlos Martinez,  das Künstlerduo Mukenge/Schellhammer, der Musikproduzent Timor Litzenberger, der Sänger Pheno Ambro und die Schauspieler Matthieu Svetchine und Justus Ritter. Die in 2016 entstandene Gruppe lebt und arbeitet zwischen Frankreich, Deutschland, der Elfenbeinküste und Mexiko. Sie entwickelt gemeinsam einen hochphysischen Aufführungsstil für eine neue Form der Theaterarbeit, in der Tanzelemente, freie Rede, Analyse und Fiktionalisierung kombiniert werden.
Zu ihren Arbeiten zählen: Die selbsternannte Aristokratie (2017), Pièce d’actualité n°11: Trop d’inspiration dans le 93 (2018), Nana ou est-ce que tu connais le bara (2019), Körper als Unternehmen (2019), Un truc d’ouf (2019), Nana kriegt keine Pocken (2020), 6 ortsspezifische Tänze (2020/21), Love is a warm gun (2021), Trio. For the beauty of it (2021) und Les Chercheurs (2023).